Energieeinsparverordnung: neue Anforderungen an Bauherren

Die 2002 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung (EnEV) ist im letzten Jahr verschärft worden. Das betrifft insbesondere die energetischen Anforderungen an Neubauten, was sich auf die gesamte Planung auswirkt. 40 Prozent des Energieverbrauchs entfallen auf Gebäude, weswegen sich der Energieverbrauch bei Gebäuden in Zukunft um ein Viertel senken soll, die Mindestwärmedämmung soll um ein Fünftel gesenkt werden. Dies gilt für alle Gebäude, die beheizt und klimatisiert werden, egal ob es sich dabei um privat oder gewerblich genutzte Gebäude handelt.

Vorteile eines niedrigeren Energieverbrauchs

Die Baumaßnahmen sorgen dafür, dass der Energieverbrauch gesenkt wird und damit die Klimaschutzziele erreicht werden, außerdem machen sie Deutschland unabhängig von Energieimporten. Durch die Senkung des Energieverbrauchs entsteht aber auch ein behaglicheres Wohn- und Arbeitsklima, darüber hinaus werden die Heizkosten reduziert.

Eine weitere Novellierung ist, dass ab 2021 alle Neubauten dem Niedrigstenergiegebäudestandard entsprechen müssen. Das bedeutet, dass sie so wenig Energie wie möglich erfordern, die weitgehend regenerativ erzeugt wird. Hierauf müssen sich Bauherren schon jetzt einstellen.

Bei Sanierungen von Altbauten sind keine zusätzlichen Verschärfungen zu beachten, da die Vorschriften hier bereits streng sind und Einsparung nur gering wäre.

Auswirkungen der Energieeinsparverordnung für den Architekten

Mit den Energieanforderungen kommen entsprechend auch Neuerungen für den Architekten hinzu. Diese betreffen vor allem die Planung bzw. die Leistungsphasen, in denen die EnEV berücksichtigt werden muss. Aber auch die Honorierung muss betriebswirtschaftlich kalkuliert werden, denn die HOAI macht zu Leistungen betreffend der EnEV keine Angaben.

Architekten müssen das Honorar daher frei verhandeln und sich am Aufwand orientieren. Sie können hierzu einen Leistungskatalog erstellen, der nicht nur dazu dient, die Kosten besser veranschlagen zu können, sondern sowohl dem Architekten als auch dem Auftraggeber zeigt, wie umfangreich die Zusatzleistungen überhaupt sind. Die Liste ist auch eine Absicherung für den Architekten. Unabhängig davon kann eine Energieberatung stattfinden und honoriert werden – das gilt auch für die Beratung und Beantragung von Fördermitteln.

Eine weitere Herausforderung für Architekten ist es, die durch die EnEV festgelegten Zusatzanforderungen und damit zusätzlich anfallende Kosten durch den durchdachten Einsatz von Materialien und Energiekonzepten bestmöglich auszugleichen.

 

Benötigen Sie Unterstützung bei der Kalkulation des Honorars bei Energiesparmaßnahmen? Dann kontaktieren Sie uns.

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