Hochwasserschutz – Maßnahmen zur richtigen Vorsorge

Hochwasserschutzmaßnahmen werden durch den Klimawandel mehr und mehr zum Thema auch architektonischen Planens. Doch auch in früheren Jahrhunderten hat es bauliche Vorsorgemaßnahmen gegeben, wie beispielsweise höhergelegene Hauseingänge, die über Stufen zu erreichen waren. Tiefbau bzw. Keller waren nicht nur sinnvoller Stauraum für Vorräte, sondern haben auch das Hochwasser abgefangen. Das ist heutzutage zum Teil überholt – insbesondere, weil Keller mehr und mehr als Wohnraum integriert werden, anspruchsvoller ausgestattet sind und sich so der Schaden durch Hochwasser erhöht. Heute gibt es zum Teil andere Möglichkeiten für den Hochwasserschutz – oder das Hochwasser gar zu integrieren.

Verschiedene Arten des Hochwassers

Nach wie vor müssen Bauwerke auch unter dem Wasseraspekt gedacht und geplant werden – wobei je nach Hochwasserart unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen sind. Je nach Gebiet ist die Entstehung des Hochwassers und damit verbundenes Schadpotenzial am Haus unterschiedlich. In der Regel lassen sich folgende Hochwasserarten unterscheiden:

  • Hochwasser durch Starkregen
  • Übertretende Flüsse bzw. Bäche
  • Schneeschmelze
  • Sturmfluten

Die heutigen Ansätze des Hochwasserschutzes zielen unter anderem darauf ab, mit ihm zu leben bzw. es in der Architektur zu integrieren. Dies ist umso mehr erforderlich, als dass eine weitere Strategie – das Vermeiden von Hochwasser – durch den Klimawandel immer schwieriger wird.

Hochwasserschutzmaßnahmen

Bauliche Hochwasserschutzmaßnahmen lassen sich grob in drei Kategorien einteilen:

  1. Ausweichen: Entweder werden hochwassergefährdete Gebiete bei der Besiedlung gänzlich gemieden oder aber die Gebäude werden durch entsprechende Baumaßnahmen wie beispielsweise Stelzen erhöht.
  2. Widerstehen: Objektschutzmaßnahmen wie technische Anlagen (beispielsweise Mauern oder Wälle) können das Hochwasser bis zu einem gewissen Grad abhalten.
  3. Anpassen: Wenn das Hochwasser so stark ist, dass Widerstehen nicht ausreicht, kann das Gebäude so konzipiert werden, dass das Wasser zwar in das Gebäude eindringt, dort aber so wenig Schaden anrichtet wie möglich und gleichzeitig genügend Ablaufmöglichkeiten hat. Wichtig ist hierbei, entsprechende Materialien zu wählen.

Eine Gefahr, die durch Hochwasser entsteht, ist die des Auftriebs. Übersteigt die Auftriebskraft das Gewicht des Gebäudes, kann dieses aufschwimmen und dabei zerstört werden. Insbesondere dann, wenn die Architektur dem Hochwasser angepasst wird, ist daher darauf zu achten, dass die Standsicherheit garantiert ist. Gegen Auftrieb kann auch eine Notflutung des Gebäudes helfen, die das Eigengewicht des Hauses erhöht – dies wiederum auch nur bei entsprechender Tauglichkeit des Gebäudes etwa durch unempfindliche Materialien.

Keller werden heute als nicht mehr zwingend notwendig erachtet – bei neu entstehenden Gebäuden ist es sogar einfacher, komplett auf sie zu verzichten anstatt sie aufwendig hochwasserresistent zu gestalten. Auch verringern sich dadurch die Wege, da Stauraum oberhalb der Erde eingerichtet wird.

Trotz aller Hochwasserschutzmaßnahmen lassen sich Schäden nicht immer vermeiden. Um sich wenigstens finanziell absichern zu können, ist es in gefährdeten Gebieten ratsam, eine Elementarschadenversicherung abzuschließen, die Hochwasserschäden abdeckt.

 

Wenn Sie sich umfassender über Hochwassergefahren und die Elementarschadenversicherung informieren möchten, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

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