Photovoltaikanlagen: eine Herausforderung in der Architektur

Photovoltaikanlagen werden als Maßnahme erneuerbarer Energien und gleichzeitig zur Energieersparnis immer wichtiger und beliebter. Dabei leisten sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Umwelt, sondern können dem Besitzer unter Umständen langfristig auch Kosten ersparen. Architektonisch ist die Photovoltaikanlage allerdings eine Herausforderung und findet nur allmählich Akzeptanz in der Architekturbranche.

Viele Architekten empfinden das Einbeziehen von Photovoltaikanlagen in ihren Entwurf als Einschränkung in Form und Farbe. Hinzu kommen ein erhöhter Kostenaufwand und eine komplexere Koordination der einzelnen Gewerke, die in den Bau bzw. die Integration der Photovoltaikanlage involviert sind. Diese Koordination wird in der Regel ebenfalls von den Architekturbüros vorgenommen. Aber auch Kenntnisse über Photovoltaik werden vom Architekten verlangt, um die Integration der Anlage erfolgreich umzusetzen.

Photovoltaik – Möglichkeiten für Architekten

Dabei sind Architekten wichtige Multiplikatoren auf dem Gebiet der Solaranlagen und können zu ihrer Verbreitung beitragen. Denn oftmals sind sie dem Bauherrn gegenüber auch in einer beratenden Funktion tätig und können diesen in seiner Entscheidung für eine Photovoltaikanlage beeinflussen. Darüber hinaus sind Architekturplanungsbüros auch ein wichtiger Ort für die Planung und Ausschreibung der Anlagen.

Allerdings stehen Architekten den Photovoltaikanlagen nicht mehr so ablehnend gegenüber wie früher. Zu diesem Schluss kommt auch der britische Architektenverband Royal Institute of British Architects. Mehr und mehr schaffen Photovoltaikhersteller es, Architekten von ihren Produkten zu überzeugen. Das ist zum einen dem Umstand geschuldet, dass die Kosten nicht mehr so hoch sind wie noch vor einigen Jahren, zum anderen bietet die Solarbranche mittlerweile eine breitere Palette an Gestaltungsmöglichkeiten, die es den Architekten erlauben, die Anlagen ästhetisch ansprechender in die Gebäude zu integrieren.

Ein weiteres Argument für Photovoltaikanlagen ist, dass diese auch gegen Schäden wie Elementarschäden, Tierbisse und Bedienfehler versicherbar sind. Die Photovoltaikversicherung schützt Architekten und Ingenieure demnach auch vor unvorhergesehenen Kosten während des Bauvorhabens.

Architektonische Vorteile der Photovoltaik

So ist es heute möglich, Photovoltaikanlagen nicht nur in schwarz oder blau, sondern in allen möglichen Farben zu beziehen. Auch Formen und Montagemöglichkeiten sind flexibler geworden, so benötigt man unter Umständen beispielsweise keinen Rahmen oder sichtbare Montagemodule mehr. Solaranlagen können daher sogar als Designelement integriert werden.

Darüber hinaus bietet Solararchitektur durch ihre Zukunftsträchtigkeit für den Architekten eine Möglichkeit der Spezialisierung bzw. der Profilierung. So gibt es beispielsweise den landesweiten Photovoltaik-Architekturpreis, der Konzepte zur Senkung des Energieverbrauchs zusammen mit einer ansprechenden Gestaltung kürt.

 

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