Versicherungsschutz für Großbau-Projekte in einer Police!

Gibt es einen Versicherungsschutz für Großbau-Projekte?

Unsere Kunden haben uns in der Vergangenheit immer öfter gefragt, ob es nicht möglich sei, für größere Bauvorhaben nur eine einzige Versicherung abzuschließen, die alle Risiken abdeckt.

Aktuell ist es üblich, daß alle am Bau beteiligten Unternehmer (Architekten, Ingenieure, Baufirmen, Sachverständige/Gutachter usw.)  eine Vielzahl an Versicherungsverträgen haben, was im Schadenfall regelmäßig zu Problemen führt, insbesondere dann, wenn diese bei unterschiedlichen Versicherern laufen – sehr zum Leidwesen des Geschädigten (Bauherr/Bauträger/Generalübernehmer).

Was wird bei einem Großbauhaben in der Regel versichert?

  1. Berufshaftpflicht der Architekten/Ingenieure für den Bereich der Planung und Bauüberwachung (hier: Architektenhaftpflicht Vergleich)
  2. Betriebshaftpflicht der ausführenden Unternehmen (z.B. Hochbau, Elektroinstalltion, Fußbodenverleger usw.)
  3. Bauleistungsversicherung/Bauwesenversicherung für Sachschäden während der Bauzeit (z.B. durch Unwetter, Vandalismus, Diebstahl fest verbauter Teile)
  4. Feuerrohbauversicherung
  5. evtl. Absicherung von Wetterrisiken (z.B. unverhältnismäßig viele Tage mit Frost, die zum Baustillstand und zu Verzögerungen führen)
  6. Bauherrenhaftpflichtversicherung

Wir haben also schon einmal mindestens 5-6 Versicherungssparten, der Bereich der Planung wird in der Regel nicht über einen einzigen Architekten oder Ingenieur abgewickelt, die ausführenden Gewerke gliedern sich wie oben erwähnt auch in verschiedene Bereiche auf, oft werden sogar pro Gewerk noch weitere Subunternehmer beauftragt, nicht selten ist in einem Schadenfall zu prüfen, bei welchem der oftmals über 10 Versicherer überhaupt der Schaden gemeldet werden muß. Es liegt in der Natur der Sache (und das ist die auch die Aufgabe eines Versicherers und im Interesse des Kunden), daß dieser zunächst einmal versucht, den Schaden abzuwehren.

Es beginnt die Suche nach dem Schuldigen, mitunter steht der Bau in der Zwischenzeit still, insbesondere wenn es sich um gravierende Mängel handelt, z.B. durch Planungsfehler, die eine Überarbeitung der Planung nach sich ziehen, womöglich mit neuer Ausschreibung usw.

An der Spitze steht der Bauherr, nicht selten ein Bauträger/Generalübernehmer, der z.B. 500 Wohnungen baut, um diese als Eigentumswohnungen zu verkaufen, womöglich kombiniert mit einigen Gewerbemietern (z.B. Ladengeschäfte im Erdgeschoß). Dieser hat nun ein richtiges Problem: die Versicherer streiten sich untereinander, wer denn nun eigentlich haften muß, die Käufer der Wohnungen und die Mieter der Gewerbeeinheiten laufen inzwischen Sturm, weil sich das Bauende immer weiter verzögert – die Spirale kann man fast endlos fortführen.

Womöglich hat einer der Unternehmen seine Haftpflichtversicherung nicht bezahlt oder die Deckungssummen sind zu niedrig oder er ist vielleicht gar nicht für einen solchen Fall versichert, weil seine Police nicht zum Tätigkeitsbereich paßt…..Sie sehen, es gibt fast unendlich viele Unwägbarkeiten bei einem solchen Projekt.

Wo liegt also nun die Lösung des Problems? Ganz einfach: man versichert das KOMPLETTE Bauvorhaben innerhalb einer Versicherungspolice, sowohl die Planer als auch die ausführenden Firmen, den Bereich Bauleistung und Feuerrohbau und auch die Bauherrenhaftpflicht. Das geht nicht? Aber selbstverständlich geht das, sogar mit Einschluß der Wetterrisiken.

Besonderen Charme gewinnt das ganze dadurch, daß der Bauträger diese Police abschließt, er entscheidet ganz allein, wie die Versicherung ausgestaltet ist, bei welchem Versicherer (Achtung: es gibt aktuell nur wenige Spezialversicherer und auch Makler, die das können!) und er zahlt auch die Versicherungsprämie (rechtzeitig – so daß Versicherungsschutz besteht für ALLE). Natürlich legt er diese auf alle Beteiligten um.

Und was haben die anderen davon? Sehr viel: die Versicherungsprämie ist in der Regel durch das hohe Volumen deutlich günstiger, als würde jeder seine eigene Versicherung in Anspruch nehmen (der Umsatz aus diesem Bauvorhaben wird dann nicht der eigenen Versicherung gemeldet!) und er entlastet im Schadenfall seinen eigenen Versicherer, da er diesem einen Schaden nicht melden muß, denn es besteht Versicherungsschutz über die Großbaupolice. Er hat also keine Prämienerhöhung oder gar Kündigung seines Versicherers zu erwarten, wenn es einmal zu einem größeren Schaden kommt!

Fazit: es ist für ALLE das beste, Projekte im Rahmen einer einzigen Großbau-Police  zu versichern – im Schadenfall gibt es nur EINEN Versicherer, der für alle Schäden aufkommen (muß), das spart kostbare Zeit und Nerven und schützt vor weiteren Folgeschäden (z.B. durch Mietausfall o.ä.) und günstiger ist dies in der Regel auch!

Sprechen Sie uns an – einen Versicherungsmakler im Baubereich, für den die Versicherung von Großprojekten Tagesgeschäft ist!

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